D E N T I C O
Glossar Qualitätsmanagement

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Abweichungsgenehmigung
Vor der Realisierung eines Produkts erteilte Erlaubnis, von ursprünglich festgelegten Anforderungen an das Produkt abzuweichen.
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Akkreditierung
Formelle Anerkennung der Kompetenz einer Einrichtung (ursprünglich eines Prüflaboratoriums), bestimmte Prüfungen oder Prüfungsarten auszuführen.
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Anforderung
Ein Erfordernis oder eine Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist.
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Anspruchsklasse
Kategorie oder Rang, die oder der den verschiedenen Qualitätsanforderungen an Produkte, Prozesse oder Systeme mit demselben funktionellen Gebrauch zugeordnet ist.
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Arbeitsumgebung
Satz von Bedingungen, unter denen die Arbeiten ausgeführt werden.
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Arzneimittelgesetz
Spezielle Rechtsnormen zum Schutz der Verbraucher. Mit dem Arzneimittelgesetz wird geregelt, unter welchen Bedingungen Arzneimittel für den deutschen Markt zugelassen werden und auf welchen Wegen und unter welchen Rahmenbedingungen Arzneimittel gehandelt und an den Endverbraucher verkauft werden.
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Audit
Aus dem Englischen stammender Begriff, dem im Deutschen "Revision" oder "Überprüfung" entspricht. Auf dem Gebiet der Qualitätssicherung nach den einschlägigen Normen (z.B. ISO-Normenreihe 9000ff.) ein durch eine externe Stelle erfolgendes Begutachtungsverfahren von Unternehmen bzgl. der Einhaltung von Qualitätssicherungsnormen bzw. der im Qualitätssicherungshandbuch des Unternehmens festgelegten Qualitätspolitik (siehe -> Qualitätsaudit).
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Auditauftraggeber
Organisation oder Person, die ein Audit anfordert.
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Auditfeststellung
Ergebnisse der Beurteilung der zusammengestellten Auditnachweise gegen Auditkriterien.
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Auditkriterien
Satz von Politikern, Verfahren oder Anforderungen, der als Referenz herangezogen wird.
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Auditnachweis
Aufzeichnungen, Tatsachenfeststellungen oder andere Informationen, die für die Auditkriterien zutreffen und verifizierbar sind.
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Auditor
Person mit der Qualifikation ein Audit durchzuführen.
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Auditprogramm
Satz von einem oder mehreren Audits, die für einen spezifischen Zeitraum geplant werden und auf einen spezifischen Zweck gerichtet sind.
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Auditschlussfolgerung
Ergebnis eines Audits, das das Auditteam nach Erwägung der Auditziele und aller Auditfeststellungen geliefert hat.
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Auditteam
Person oder Personengruppe, die ein Audit durchführt.
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Auditierte Organisation
Organisation, die auditiert wird.
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Aufzeichnung
Ein Dokument, das erreichte Ergebnisse angibt oder einen Nachweis ausgeführter Tätigkeiten bereitstellt.
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Benchmarking
Ein Verfahren zum Vergleich eines Angebotes mit den besten anderen (benchmarks = Höhenmarken) nach einem festgelegten Vergleichsschema. Verglichen werden können Prozesse, Systeme, Produkte und Dienstleistungen bezüglich der Kriterien: Kosten, Qualität, Zeit, Kundenorientierung, Zufriedenheit etc.
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Bewertung
Eine Tätigkeit zur Ermittlung der Angemessenheit, Eignung und Wirksamkeit der Betrachtungseinheit, festgelegte Ziele zu erreichen.
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DIN
Deutsches Institut für Normung e.V.. Das DIN ist auf der Basis eines Vertrages mit der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich für die Normierungsarbeit in Deutschland. Das DIN koordiniert ferner die Normierungsaktivitäten auf internationaler Ebene und ist diesbezüglich "nationale Spiegelorganisation" zu -> ISO und CEN.
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Dokument
Information und ihr Trägermedium
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Dokumentation
Niederschrift oder technische Protokollierung von medizinischen Handlungen und Ereignissen. Man unterscheidet oft freitextliche Dokumentation von kodierter Dokumentation (z.B. mit der Internationalen Klassifikation der Diagnosen ICD). Die Dokumentation ist Grundlage jeglicher Aussagen zur Qualität.
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Effektivität
Eine Maßnahme ist effektiv, wenn sie geeignet ist, das formulierte Ziel zu erreichen (Wirksamkeit).
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Effizienz
Eine Maßnahme ist effizient, wenn eine vorgegebene Wirkung (Effektivität) mit geringstmöglichem Ressourceneinsatz erreicht oder alternativ ihre Wirksamkeit bei vorgegebenen Ressourcen maximiert wird. Das bekannteste Instrument zur Effizienzbestimmung ist die Kosten-Wirksamkeits-Analyse (engl. cost-benefit analysis).
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EFQM
European Foundation of Quality Management. Freiwillige Vereinigung auf europäischer Ebene zur Förderung des Qualitätsmanagements. Ein Schwerpunkt ist die regelmäßige Selbstanalyse der Prozesse im Unternehmen / in der Organisation und deren Bewertung.
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Entwicklung
Satz von Prozessen, der Anforderungen in festgelege Merkmale oder in die Spezifikation eines Produkts, eines Prozesses oder eines Systems umwandelt.
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Ergebnisqualität
(outcome quality)
Veränderungen des Gesundheitszustandes eines Patienten bzw. einer Bevölkerungsgruppe als Ergebnis bestimmter therapeutischer oder diagnostischer Maßnahmen bzw. Interventionen in die Versorgungsabläufe.
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Evaluation
Bewertung der Wirkungen von Maßnahmen oder Verfahren (z.B. Auswirkungen auf die Patientenversorgung, auf das Wohlbefinden von Patient und Arzt, auf das ärztliche Selbstverständnis etc.) hinsichtlich vorher festgelegter Kriterien. Auch alle Verfahren zum Qualitätsmanagement müssen evaluiert werden, um ihre Leistung und Kosten im Kontext des Gesundheitssystems bewerten zu können.
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Fähigkeit
Die Eignung einer Organisation, eines Systems oder eines Prozesses zum Realisieren eines Produktes, das die Anforderungen an dieses Produkt erfüllt.
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Fehler
Unerwünschter Unterschied zwischen beobachteten, gemessenen oder berechneten Zuständen oder Vorgängen einerseits und wahren, festgelegten oder theoretisch korrekten Zuständen oder Vorgängen andererseits. Man unterscheidet Fehler nach ihrer Ursache oder nach dem Ereignis ihres Eintretens, aber auch nach dem Fehlverhalten (vgl. DIN 44.300). Fehlforschung war in den 50er Jahren eine der Wurzeln der späteren Qualitätssicherung.
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Freigabe
Die Erlaubnis, zur nächsten Stufe eines Prozesses überzugehen.
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Indikation
Grund zur Durchführung einer diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme im Kontext des jeweiligen Krankheitsgeschehens. Die korrekte Indikation und deren nachvollziehbare Dokumentation in der Patientenkarte sind Ziel und Grundlage jeglicher Qualitätssicherung in der Medizin.
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Information
Daten mit Bedeutung
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Infrastruktur
System von Einrichtungen, Ausrüstungen und Dienstleistungen, der für den Betrieb einer Organisation erforderlich ist.
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Interessierte Partei
Person oder Gruppe mit einem Interesse an der Leistung oder dem Erfolg einer Organisation.
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ISO 9000 ff
Diese internationale Normenreihe stammt aus dem Ende der 80er Jahre und wird weiter entwickelt. Sie gibt Empfehlungen zur Organisation, zum Aufbau, zur Aufrechterhaltung, zur Dokumentation, zu internen und externen Kontrollen sowie zur Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen. Aussagen zur Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung gehören nicht zum Inhalt der Normen. Die Normen definieren einen Prozess. Art und Niveau der Qualität des Produkts bzw. der Dienstleistung bestimmt das zu zertifizierende Unternehmen selbst, oder sie werden zwischen Nachfrager und Anbieter / Dienstleister ausgehandelt. Akkreditierte Zertifizierungsstellen prüfen durch besonders geschulte Auditoren im Unternehmen, ob die gesetzlichen und dokumentierten Standards eingehalten werden und bezeugen dies durch Zertifikate.
Die ISO 9000 in der Ausgabe 2000 ist eine Weiterentwicklung dieser Norm mit Berücksichtigung von Ergebnismerkmalen. Es ist der Versuch, die Normenreihe leichter nutzbar zu machen und dabei auch die besonderen Anforderungen des Dienstleistungssektors zu berücksichtigen.
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Konformität
Erfüllung festgelegter Normen
Eine durch Selbsterklärung festgestellte oder mittels (externer) Zertifizierung bestätigte Konformität ist damit im Sinne der DIN EN ISO-Normen nicht gleichbedeutend mit der Feststellung, ob und wie vorausgesetzte oder festgelegte Erfordernisse bzw. Qualitätsforderungen auch tatsächlich erfüllt werden. Sie bestätigt lediglich die vorhandene Fähigkeit, die Erfordernisse potentiell erfüllen zu können. Die Feststellung, ob, inwieweit und wie die Erfordernisse tatsächlich erfüllt werden, ist einem gesonderten Verfahren vorbehalten. Im Gesundheitswesen z.B. durch Soll-Ist-Vergleiche, eine Einheit mit vergebenen Referenzwerten oder Bereichen (Vergleich mit einer qualitativen Vorgabe) oder durch einen Vergleich mit empirisch ermittelten Daten aus allen Einheiten (Vergleich mit einer statistischen Vorgabe).
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Korrekturmaßnahme
Maßnahme zur Beseitigung der Ursache eines erkannten Fehlers oder einer anderen unerwünschten Situation.
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Kunde
Person oder Organisation, die ein Produkt empfängt.
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Kundenzufriedenheit
Die Wahrnehmung des Kunden zu dem Grad, in dem die Anforderung des Kunden erfüllt worden sind.
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Leitlinien
Ärztliche Leitlinien sind systematisch entwickelte Hilfen zur Entscheidungsfindung für Ärzte und Patienten über die angemessene ärztliche Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen. Sie stellen den nach einem definierten, transparent gemachten Vorgehen erzielten Konsens mehrerer Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen und Arbeitsgruppen (ggf. unter Berücksichtigung von Patienten) zu bestimmten ärztlichen Vorgehensweisen dar. Sie sind wissenschaftlich begründete und praxisorientierte Handlungsempfehlungen. Methodische Instrumente sind zum Beispiel Konsensuskonferenzen, Therapiestudien und Metanalysen. Leitlinien sind Orientierungshilfen im Sinne von "Handlungskorridoren", von denen in begründeten Fällen abgewichen werden kann oder sogar muss. Sie werden regelmäßig auf ihre Gültigkeit hin überprüft und ggf. fortgeschrieben werden (siehe auch -> Richtlinien).
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Lieferant
Person oder Organisation, die ein Produkt bereitstellt.
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Management
Management sind aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten oder Lenken einer Organisation.
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Managementsystem
Ein System zum Festlegen von Politik und Zielen sowie zum Erreichen dieser Ziele.
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Mangel
Nichterfüllung einer Anforderung in Bezug auf einen beabsichtigten oder festgelegten Gebrauch.
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Medizinproduktgesetz
(MPG)
Deutsche Rechtsnorm, die drei EU-Richtlinien, die den Bereich der Medizinprodukte betreffen, in nationales Recht verbindlich umsetzt. Mit dem MPG sind die EU-Richtlinien für aktive implantierbare Geräte, für Medikalprodukte und In-vitro-Diagnostika in nationales Recht verbindlich überführt.
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Merkmal
Kennzeichnende Eigenschaft
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Nacharbeit
Maßnahme an einem fehlerhaften Produkt, um die gestellten Anforderungen zu erfüllen.
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Neueinstufung
Eine Änderung der Anspruchsklasse eines fehlerhaften Produkts, damit es Anforderungen erfüllt, die von den ursprünglichen abweichen.
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Norm
Vielfältig verwandter Begriff mit unterschiedlichen Inhalten. Der Inhalt richtet sich auch nach dem Kontext des Begriffes. Im rechtlichen Bereich meint er etwas anderes als zum Beispiel bei der Erarbeitung von Regeln für die Industrie und Dienstleistungen. Nach der Definition des DIN ist eine Norm ein Dokument, das mit Konsens erstellt und von einer anerkannten Stelle angenommen wurde und das für die allgemeine und wiederkehrende Anwendung Regeln, Leitlinien und Merkmale für Tätigkeiten oder deren Ergebnisse festlegt, wobei ein optimaler Ordnungsgrad in einem gegebenen Zusammenhang angestrebt wird. Normen sollen auf den gesicherten Ergebnissen von Wissenschaft, Technik und Erfahrungen basieren und auf die Förderung optimaler Vorteile für die Gesellschaft abzielen (DIN 66066 Teil 3).
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Oberste Leitung
Person oder Personengruppe, die eine Organisation auf der obersten Ebene leitet und lenkt.
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Objektiver Nachweis
Daten, die die Existenz oder Wahrheit von etwas bestätigen.
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Organisation
Eine Gruppe von Personen und Einrichtungen mit einem Gefüge von Verantwortungen, Befugnissen und Beziehungen.
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Organisationsstruktur
Gefüge von Verantwortungen, Befugnissen und Beziehungen zwischen Personen.
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Projekt
Einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten und gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endterminen besteht und durchgeführt wird, um ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt, wobei Zeit-, Kosten-, und Ressourceneinschränkungen eingeschlossen sind.
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Produkt
Ergebnisse eines Prozesses
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Prozess
Satz von in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Tätigkeiten, die Eingaben in Ergebnisse umwandelt.
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Prozessqualität
Ein Aspekt der Qualität der medizinischen Versorgung, der alle medizinischen Aktivitäten unter Einbeziehung der interpersonellen und interaktionalen Aspekte umfaßt. Hierzu gehören Art und Weise der Diagnostik und Therapie, z.B. der Medikamentenverordnung, aber auch der Gesprächsführung, der Anamneseerhebung, Rechtzeitigkeit, Angemessenheit usw. Beeinflußt wird der Behandlungsprozess u.a. durch die Persönlichkeit und Einstellung von Arzt und Patient und der Wechselwirkung zwischen beiden, aber auch durch gesellschaftliche und ethische Gesichtspunkte.
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Prüfung
Konformitätsbewertung durch Beobachten und Beurteilen, begleitet durch Messen, Testen oder Vergleichen.
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Qualität
"Qualität ist die Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen." (Quelle: DIN EN ISO 8402:1995, Nr. 2.1)
Der Qualitätsbegriff der DIN EN ISO-Normen ist wertneutral und positivistisch. Er bezieht sich ausschließlich auf die Eignung oder Fähigkeit einer Einheit zur Erfüllung vorausgesetzter oder festgelegter Erfordernisse, nicht auf die Ausprägung bzw. den tatsächlich vorhandenen (und ggf. messbaren) Ausprägungsgrad dieser Eignung. Einheit und Erfordernisse sind dabei Variablen. Einheit kann sich z.B. auf klassische Produktionsfaktoren (z.B. Betriebsmittel, Werkstoffe), auf Prozesse und Verfahren (z.B. Qualitätssicherungssysteme) oder Resultate (Erzeugnisse, Dienstleistungen) beziehen. Die festgelegten und vorausgesetzten Erfordernisse bestimmen die Zielvorgaben und Inhalte; sie beinhalten die Forderungen der Gesellschaft und müssen in mehrstufigen Operationalisierungsschritten zu konkreten Qualitätsforderungen spezifiziert werden. Diese Spezifizierung ist die Voraussetzung für alle weiteren (Operationalisierungs-) Schritte im Rahmen des Qualitätsmanagement.

Normen wie die DIN EN ISO-Normen werden oft per se mit einer Einschränkung des individuellen Handlungsspielraums gleichgesetzt. Jedoch gilt: "Durch das Anwenden von Normen entzieht sich niemand der Verantwortung für eigenes Handeln. Jeder handelt insoweit auf eigene Gefahr." Dies wird durch die wertneutrale DIN-EN ISO-Definition von Qualität unterstrichen, da sie sich auf die Dimension Eignung (zur Erfüllung von Erfordernissen) beschränkt. Sie impliziert weder die Art und Umfang der Erfordernisse noch den Ausprägungsgrad der Eignung, diese zu erfüllen. Die Festlegung ist dem gesellschaftlichen bzw. fachlichen Diskurs vorbehalten und kann sich z.B. in gesetzlichen bzw. fachspezifischen Vorgaben niederschlagen. Die professionelle Verantwortung bezieht sich somit grundsätzlich auf zwei Bereiche: Die Eignung einer Einheit zur Erfüllung von Erfordernissen sowie die Ausprägung dieser Eignung, umgangssprachlich ausgedrückt: Die Fähigkeit zur "Qualität" und deren tatsächliche Herstellung. Die Einhaltung von Normen erhöht die Wahrscheinlichkeit, Ergebnisse im Sinne der Erfordernisse zu erhalten und kann unter forensischen Aspekten Schutz bieten. Normabweichend sind - sofern keine gesetzlich oder anderweitig festgelegten Einschränkungen vorliegen - nicht nur immer und überall möglich, sondern können im Einzelfall sogar zwingend sein, bedürfen jedoch der plausiblen rationalen Begründung.

Eine Qualitätsbewertung gemäß den DIN EN ISO-Normen (im Rahmen einer Zertifizierung) prüft immer nur die grundsätzlich vorhandene Eignung bzw. Fähigkeit, Erfordernisse erfüllen zu können. Sie kann den Abgleich zwischen tatsächlicher und erwünschter Ausprägung dieser Eignung (z.B. anhand fachspezifischer Leitlinien, Indikatoren, Referenzbereiche) sowie die Ermittlung von Effektivität und Effiizenz bezüglich der Erfordernisse nicht ersetzen.

In zahlreichen Literaturstellen wurde bzw. wird noch "Qualität" anders definiert, z.B. "Qualität = Technik + Geisteshaltung", "Qualität ist das Erreichte im Verhältnis zum Machbaren, bezogen auf die Menge des Gewünschten", als "fitness for use", "fitness for purpose", "customer satisfaction" oder "conformance to the requirements". Diese Begriffsbestimmungen beschreiben oft nur bestimmte Facetten der Eignung; oder sie haben nicht die Eignung an und für sich, sondern die (tatsächlich vorhandene) Ausprägung dieser Eignung im Blick; oder sie implizieren gleichzeitig bestimmte Formen, Richtungen oder Grade dieser Ausprägung.
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Qualitätslenkung
Der Teil der Qualitätsmanagements, der auf die Erfüllung von Qualitätsanforderungen gerichtet ist.
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Qualitätsmanagement
Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität.
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QM-Bewertung
(Management review)
Formelle Bewertung (formal evaluation) des Standes und der Angemessenheit des QM-Systems in bezug auf Qualitätspolitik und die Qualitätsziele durch die Leitung derjenigen Organisation, deren QM-System bewertet wird.
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Qualitätsmanagementhandbuch
Dokument, in dem das Qualitätsmanagementsystem einer Organisation festgelegt ist.
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Qualitätsmanagementplan
Das Dokument, das festlegt, welche Verfahren und zugehörigen Ressourcen wann und durch wen bezüglich eines spezifischen Projekts, Produkts, Prozesses oder Vertrages anzuwenden sind.
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QM-System
Zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements erforderliche Organisationsstruktur, Verfahren und Prozesse und Mittel (aus DIN EN ISO 8402: 08.95). Bei der Gestaltung ihrer QM-Systeme sind die Organisationen grundsätzlich frei. Weit verbreitet sind jedoch QM-Systeme, die anhand internationaler Normen, insbesondere aus der ISO-9000-Familie, aufgebaut werden. Diese Normen sehen unter anderem vor, dass das QM-System in den QM-Dokumenten beschrieben wird, welche zumindest aus dem QM-Handbuch bestehen, in der Regel aber zusätzlich auch aus mitgeltenden Unterlagen.
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Qualitätsmerkmal
Inhärentes Merkmal eines Produkts, Prozesses oder Systems, das sich auf eine Anforderung bezieht.
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Qualitätsplanung
Der Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Festlegen der Qualitätsziele und der notwendigen Ausführungsprozesse sowie der zugehörigen Ressourcen zur Erfüllung der Qualitätsziele gerichtet ist.
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Qualitätspolitik
Übergeordnete Absichten und Ausrichtung einer Organisation zur Qualität, wie sie von der obersten Leitung formell ausgedrückt wurden.
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Qualitätssicherung
Der Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Erzeugen von Vertrauen darauf gerichtet ist, dass Qualitätsanforderungen erfüllt werden.
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Qualitätsverbesserung
Der Teil des Qualitätsmanagements, der auf die Erhöhung der Fähigkeit zur Erfüllung der Qualitätsanforderungen gerichtet ist.
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Qualitätsziel
Etwas bezüglich Qualität , Angestrebtes oder zu Erreichendes.
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Qualitätszirkel
Ärztliche Qualitätszirkel sind auf freiwilliger Initiative gegründete Foren (Kleingruppen) für einen kontinuierlichen interkollegialen Erfahrungsaustausch, der problembezogen, systematisch und zielgerecht ist und der in gleichberechtigter Diskussion der Teilnehmer eine gegenseitige Supervision zum Ziel hat.
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Reparatur
Maßnahme an einem fehlerhaften Produkt, damit es für den Verwendungszweck annehmbar ist.
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Richtlinie
Richtlinien sind von einer rechtlich legitimierten Institution konsentierte, schriftlich fixierte und veröffentlichte Regelungen des Handelns oder Unterlassens, die für den Rechtsraum dieser Institution verbindlich sind und deren Nichtbeachtung definierte Sanktionen nach sich zieht.
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Rückverfolgbarkeit
Fähigkeit, den Werdegang, die Verwendung oder den Ort des Betrachteten zu verfolgen.
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Sachkundiger
Person, die spezielle Kenntnisse oder Fachwissen zu einem zu auditierenden Sachgebiet zur Verfügung stellt.
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Sonderfreigabe
Die Erlaubnis, ein Produkt, das festgelegte Anforderungen nicht erfüllt, zu gebrauchen oder freizugeben.
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Spezifikation
Ein Dokument, das Anforderungen angibt.
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Ständige Verbesserung
Wiederkehrende Tätigkeit zum Erhöhen der Fähigkeit, Anforderungen zu erfüllen.
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Strukturqualität
Ein Aspekt der Qualität der medizinischen Versorgung, der bestimmt wird durch die Rahmenbedingungen im Einzelfall und durch die politischen und ökonomischen Faktoren, unter denen ärztliche Tätigkeit stattfindet (z.B. technische Ausstattung der Praxis, Zugangsmöglichkeiten für Patienten, Fähigkeiten des Praxispersonals, Genauigkeit der Datendokumentation, Ausbildungsstand des Arztes).
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System
Satz von in Wechselwirkung oder Wechselbeziehung stehenden Elementen.
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Test
Ermitteln eines oder mehrerer Merkmale nach einem Verfahren.
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Umfassendes Qualitätsmanagement
Auf die Mitwirkung aller ihrer Mitglieder gestützte Managementmethode einer Organisation, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellung der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder der Organisation und für die Gesellschaft zielt (aus DIN EN ISO 8402 : 08.95). Das umfassende Qualitätsmanagement wird gelegentlich auch als Total Quality Management (TQM) bezeichnet.
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Validierung
Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass die Anforderungen für einen spezifischen oder beabsichtigten Gebrauch oder eine spezifische beabsichtigte Anwendung erfüllt worden sind.
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Verfahren
Festgelegte Art und Weise, eine Tätigkeit oder einen Prozess auszuführen.
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Verifizierung
Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass festgelegte Anforderungen erfüllt worden sind.
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Verschrottung
Maßnahme an einem fehlerhaften Produkt, um dessen ursprünglich beabsichtigten Gebrauch auszuschließen.
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Vorbeugungsmaßnahmen
Massnahme zur Beseitigung der Ursache eines möglichen Fehlers oder einer anderen, unerwünschten, möglichen Situation.
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Wirksamkeit
Ausmaß, in dem geplante Tätigkeiten verwirklicht und geplante Ergebnisse erreicht werden.
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Zertifizierung
Verfahren, in dem ein (unparteiischer) Dritter schriftlich bestätigt, dass ein Erzeugnis, ein Verfahren, eine Dienstleistung oder eine Organisation in ihrer Gesamtheit vorgeschriebene Anforderungen erfüllt.
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Zuverlässigkeit
Zusammenfassender Ausdruck zur Beschreibung der Verfügbarkeit und ihrer Einflußfaktoren: Funktionsfähigkeit, Instandhaltbarkeit und Instandhaltungsbereitschaft.
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